11.04.2019

Pädagogische Mitteilung

Gutes Personal für gute Schulen und Gesamtvision - Wie geht es weiter?

Gesamtvision - Auftrag für Diagnosephase vergeben

Im März 2019 hat die Regierung den Auftrag vergeben, um eine Diagnose des aktuellen Stands des ostbelgischen Bildungssystems zu erstellen. Alle Akteure sind aufgefordert, sich in den breiten Beteiligungsprozess einzubringen.

Während die Beteiligten am Projekt "Gutes Personal für gute Schulen", um das Dienstrecht im Unterrichtswesen zu modernisieren, arbeiteten, wuchs bei ihnen der Wunsch nach einer Gesamtvision für das hiesige Bildungswesen. Das Ziel? Künftigen Herausforderungen begegnen können und die Bildungsqualität und -gerechtigkeit in Ostbelgien nachhaltig verbessern.

Mit der Diagnose startet die erste Phase der Erarbeitung dieser Gesamtvision

Um einen möglichst objektiven und partizipativen Prozess zu gewährleisten, beschloss die Regierung einen entsprechenden Dienstleistungsauftrag auszuschreiben.

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Den Zuschlag, um den aktuellen Stand des ostbelgischen Bildungswesens zu analysieren, erhielt im März 2019 das VDI Technologiezentrum. Das Beratungsunternehmen aus Düsseldorf zeichnet sich durch seine umfassende Erfahrung im Bereich der Innovationsbegleitung und -politik aus.

Das Projektteam von VDI führt die Diagnose als breit angelegten Beteiligungsprozess durch. Die Federführung liegt bei der Leiterin des Ressorts "Bildung und Innovation". Der Prozess zielt darauf ab, folgende Kernfragen zu beantworten:

  • Vor welchen Herausforderungen steht das Bildungswesen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft und mit ihm die Gesellschaft?
  • Welche Stärken und Schwächen sind derzeit in unserem Bildungswesen zu erkennen?
  • Welchen Anforderungen muss ein modernes Bildungswesen gerecht werden?
  • Auf welchen Wertevorstellungen beruht das ostbelgische Bildungswesen und wer sind seine relevanten Akteure?

So sieht der Weg zur Diagnose aus

Anfang April startete der Prozess mit einem Kick-Off. Dort legten Auftraggeber und -nehmer gemeinsam den Zeitplan und die Vorgehensweise fest.

Derzeit arbeitet sich das Projektteam bei VDI anhand einer umfassenden Dokumentensammlung in den Kontext ein. In den nächsten Wochen und Monaten werden die Akteure des Bildungswesens und die breite Öffentlichkeit nicht nur umfassend über den Diagnoseprozess informiert, sondern vor allem aufgefordert, sich aktiv einzubringen.

Noch vor Ende des Schuljahres wird VDI mit Schlüsselakteuren in den Dialog treten. Hierzu gehören neben Vertretern der Schulträger und Einrichtungen im Unterrichtswesen auch die Eltern, Schüler und Gewerkschaften.

Die breite Zivilgesellschaft wird sich ab Ende August in einer Online-Befragung in den Prozess einbringen können. Die Ergebnisse dieser Befragung werden im Anschluss im Gespräch mit den Stakeholdern des Unterrichtswesens diskutiert und kontextualisiert.

Die Schlussfolgerungen des Projektteams werden im Herbst 2019 erneut mit den Schlüsselakteuren und im Rahmen zweier Großveranstaltungen öffentlich präsentiert und diskutiert, bevor Ende des Jahres der abschließende Ergebnisbericht vorliegt.

Detailinformationen zur Diagnose und den einzelnen Projektetappen werden in Kürze auf OstbelgienBildung veröffentlicht. Machen Sie mit!

VDI Technologiezentrum GmbH

 

Seit 1975 ist die VDI TZ als Teilbereich des Vereins Deutscher Ingenieure in der Innovationsförderung, -begleitung und -politik tätig. VDI greift auf einen umfassenden Erfahrungsschatz im Bereich der Strategieberatung sowie im Bereich der Planung und Umsetzung von Dialogprozesses zurück.