16.05.2019

Pädagogische Mitteilung

Gesamtvision – Diagnose

Unterfangen Diagnose - ein breit angelegter Beteiligungsprozess

Der Projektplan, um eine Diagnose des aktuellen Stands des Bildungssystems in der Deutschsprachigen Gemeinschaft zu erstellen, beruht auf einem breit angelegten Dialogprozess. Welche Akteure wann und in welcher Form eingebunden werden, erfahren Sie hier.

Im Lastenheft lautete eine Voraussetzung: ein partizipativer Prozess, um alle Akteure des Bildungswesens einzubinden. Dieser Auflage ist VDI nachgekommen.

VDI hat einen umfassenden Dialogprozess erarbeitet. Dabei bezieht das Unternehmen unterschiedliche Formate und Zusammensetzungen ein, es lässt Akteure des Bildungswesens und die breite Öffentlichkeit zu Wort kommen.

Interviews mit Schlüsselakteuren im Mai 2019

Gemeinsam mit VDI hat der Auftraggeber die Schlüsselakteure des Bildungswesens definiert. Dabei handelt es sich um Vertreter der Organisationen und Einrichtungen im Bildungswesen, denen nach Meinung von Auftraggeber und Auftragnehmer eine Schlüsselfunktion zukommt. Hierzu gehören:

  • die Vertreter der Schulträger (OSU, FSU und GUW)
  • die Vertreter der autonomen Einrichtungen im Unterrichtswesen (AHS und Kaleido)
  • die Vertreter der Beratungs- und Unterstützungseinrichtungen (Schulinspektion, Externe Evaluation, Kompetenzzentrum)
  • die Vertreter der Gewerkschaftsorganisationen
  • die Vertreter der Eltern, Schüler, Studierenden und Lehrlinge
  • ein Vertreter der mittelständischen Ausbildung (IAWM)

Mit diesen Schlüsselakteuren wird das Projektteam von VDI 60- bis 90-minütige Interviews führen. Diese dienen dazu, die Ergebnisse einer umfassenden Dokumentenanalyse zu überprüfen.

Online-Befragung ab August 2019

VDI wird eine öffentliche Befragung in Form einer Online-Konsultation durchführen. So öffnen die Fachleute die Perspektive der Diagnose möglichst weit. So erhalten alle Akteuren die Chance, sich zum aktuellen Stand und zur möglichen Weiterentwicklung des Bildungssystems zu äußern.

An dieser Stelle sind alle Personalmitglieder im Unterrichtswesen aufgefordert, ihr Know-How, ihre Beobachtungen und Vorschläge einzubringen. Darüber hinaus sollen auch Schüler, Eltern, Unternehmen sowie engagierte und interessierte Bürger sich zu allgemeinen und zielgruppenorientierten Fragen äußern dürfen.

Die Befragung wird sowohl geschlossene als auch offene Fragen enthalten. Sie wird die Möglichkeit bieten, Stellungnahmen oder Dokumente beizufügen.

Die Befragung erfolgt anonym. Teilnehmer, die über den weiteren Verlauf des Projekts informiert und in weitere Dialogschritte eingebunden werden möchten, können ihre elektronischen Kontaktdaten hinterlegen.

Stakeholdergespräche im Herbst 2019

An vier verschiedenen Standorten in der Deutschsprachigen Gemeinschaft wird sich das Projektteam von VDI mit lokalen Stakeholdern treffen:

  • Schulleiter und Personalmitglieder

  • lokale Elternvertreter

  • lokale Schülervertreter

  • Leiter und Personalmitglieder von Ausbildungszentren

  • Lehrlingsvertreter

Die Teilnehmer werden in Rundtischgesprächen Themen diskutieren, die sich beim bisherigen Analyseprozess als relevant herausgestellt haben. Ziel ist es, die Ergebnisse der Online-Konsultation zu bestätigen und zu kontextualisieren sowie die lokale Perspektive in die Diagnosearbeit einzubringen.

Anschließend wird VDI die Ergebnisse der drei ersten Dialogphasen zusammenführen und einen Entwurf für einen Ergebnisbericht erarbeiten.

Workshops mit Schlüsselakteuren im Herbst 2019

Der Ergebnisbericht wird im Entwurf den Schlüsselakteuren in einem Workshop vorgestellt und anschließend diskutiert.

„Zukunftsforum Bildung“ zur Vorstellung und Diskussion der Ergebnisse

In zwei Großveranstaltungen wird die Studie in ihrem politischen Kontext vorgestellt und mit den Teilnehmern diskutiert. Erst danach wird VDI dem Auftraggeber den endgültigen Ergebnisbericht überreichen.

Struktur und Elemente des Dialogprozesses