08.01.2020

Pädagogische Mitteilung

Wie schneiden ostbelgische Schüler bei PISA ab?

Resultate der PISA-Studie 2018 liegen vor

373 Schülerinnen und Schüler in der Deutschsprachigen Gemeinschaft haben 2018 an der PISA-Studie teilgenommen. Abgefragt wurden die Kompetenzen in den Bereichen Naturwissenschaften, Mathematik und Lesen. Wie schneiden unsere 15 bis 16-Jährigen ab?

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PISA (Programme for International Student Assessment) ist eine internationale Schulleistungsstudie.

Die PISA-Studie dient in erster Linie dazu, Impulse für Schul- und Unterrichtsentwicklung zur Verfügung zu stellen.

Seit 2015 werden die Ergebnisse computerbasiert erhoben.

PISA-2018 ist der siebte Durchgang der Studie, nach 2000 und 2009 stellt Lesen 2018 erneut die Hauptdomäne dar.

Lesen

Die Schülerinnen und Schüler in der Deutschsprachigen Gemeinschaft erreichen für den Bereich Lesen 483 Punkte, damit liegen sie im OECD-Schnitt (487). Flandern erreicht 502 Punkte und befindet sich damit signifikant über dem OECD-Schnitt. Die Französische Gemeinschaft gehört mit 481 Punkten zu der Gruppe der Länder, die signifikant unter dem OECD-Durchschnitt liegen. Der Vorsprung der Mädchen im Bereich Lesen beträgt 29 Punkte, der OECD-Schnitt liegt bei 30 Punkten Differenz. Im Jahr 2009 betrug der Unterschied zwischen Mädchen und Jungen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft 41 Punkte.

Mathematik

Die Deutschsprachige Gemeinschaft erzielt 505 Punkte und liegt damit signifikant über dem OECD-Durchschnitt (489).

Der Anteil der Jugendlichen unter Kompetenzstufe 2 beträgt 15 %. Jugendliche auf Kompetenzstufe 1 können nur die einfachsten Mathematikaufgaben des PISA-Tests lösen. Zur Spitzengruppe zählen 9 % der Schülerinnen und Schüler.

Die Jungen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft schneiden im Fach Mathematik um 5 Punkte besser ab als die Mädchen.

Naturwissenschaften

Die Deutschsprachige Gemeinschaft erzielt 483 Punkte und liegt damit im OECD-Schnitt (489).

In der Deutschsprachigen Gemeinschaft sind 20 % der Jugendlichen Risikoschüler im Fach Naturwissenschaften. Diese Risikoschüler liegen am unteren Ende des Kompetenzspektrums und weisen ein sehr basales naturwissenschaftliches Verständnis auf.

3 % der Jugendlichen befinden sich auf den Kompetenzstufen 5 und 6.

Die Mädchen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft erreichen 7 Punkte mehr als die Jungen im Fach Naturwissenschaften.

Weiterführende Informationen zu PISA erhalten Sie in der Rubrik "Links".