Pädagogische Mitteilung

Neuer Beschluss für die Bildungseinrichtungen

Verlängerung von Code Rot bis zu den Karnevalsferien

In den Grund- und Sekundarschulen, den ZAWM, den Erwachsenenbildungseinrichtungen, der Musikakademie der Deutschsprachigen Gemeinschaft und der Autonomen Hochschule Ostbelgien wird der aktuell geltende Code Rot bis zu den Karnevalsferien verlängert.

Auf Grundlage der Empfehlungen der Gesundheitsexperten hat man sich in der Deutschsprachigen Gemeinschaft dazu entschieden, den Code Rot zu verlängern. Die Gesundheitsexperten betonen, dass die Schulen nicht die treibende Kraft hinter der Epidemie sind.

Die belgischen Bildungsminister entscheiden gemeinsam mit den Experten bis zum 22. Januar, ob weitere Maßnahmen ergriffen werden müssen.

Zusammenfassung der Experten über die wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Verbreitung des Virus bei Kindern

Kinder jeden Alters könnten SARS-CoV-2 übertragen. Wenn jüngere Kinder infiziert seien, scheine die Weiterübertragung jedoch seltener zu erfolgen als bei älteren Kindern und Erwachsenen (vgl. Studie ECDC).

Der im Oktober 2020 in vielen EU-Mitgliedstaaten beobachtete Anstieg der Fälle scheine nicht durch die Wiedereröffnung von Schulen bedingt zu sein. Die epidemiologische Kurve in Schulen folge vielmehr der Entwicklung der Epidemie in der Allgemeinbevölkerung. Abgesehen davon, dass sie eine geringere Inzidenz aufweisen würden, steige die Zahl der Fälle bei Kindern unter 16 Jahren laut einer Kontakt-Tracing Studie von Sciensano erst nach der Zahl der Fälle in der Allgemeinbevölkerung an.

Es werde angenommen, dass nicht Kinder, sondern Jugendliche (16-18 Jahre) und junge Erwachsene (19-25 Jahre) eine ebenso wichtige Rolle bei der Übertragung von SARS-CoV-2 spielten wie Erwachsene. Darüber hinaus werde bei pädagogischem Personal und Erwachsenen im schulischen Umfeld im Allgemeinen kein höheres Infektionsrisiko beobachtet als bei anderen Berufen, obwohl pädagogische Aufgaben, bei denen man in Kontakt mit älteren Kindern und/oder vielen Erwachsenen komme, mit einem höheren Risiko verbunden sein könnten.

Weitere Informationen zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen finden Sie in den weiterführenden Links.