Die Schulnetze

Die Deutschsprachige Gemeinschaft unterscheidet drei Schulnetze: das freie subventionierte Unterrichtswesen (FSUW), das offizielle subventionierte Unterrichtswesen (OSUW) und das Gemeinschaftsunterrichtswesen (GUW).

Das Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft legt den rechtlichen Rahmen für alle drei Schulnetze fest.

Bei den Schulen des freien subventionierten Unterrichtswesens handelt es sich um privatrechtliche Schulen, die von Organisationen oder privaten Personen organisiert und von der DG subventioniert werden. Im FSUW gibt es zurzeit einen Schulträger, der für folgende Einrichtungen verantwortlich ist:

  • Pater-Damian Schule Eupen (Grundschule, Fördergrundschule und Sekundarschule);
  • Bischöfliches Institut Büllingen (Sekundarschule);
  • Freie Katholische Primarschule St. Vith (Grundschule);
  • Bischöfliche Schule St. Vith (Sekundarschule);
  • Technisches Institut St. Vith (Sekundarschule);
  • Institut Maria-Goretti St. Vith (Sekundarschule).

Die Schulen des offiziellen subventionierten Unterrichtswesens sind öffentlich-rechtliche Schulen, die in der Regel von den Gemeinden organisiert und von der DG subventioniert werden. Im OSUW übernehmen die neun Gemeinden der DG die Trägerschaft der Primarschulen. Die überwiegende Mehrheit der Primarschulen in der DG ist in kommunaler Trägerschaft.

Bei den Schulen des Gemeinschaftsunterrichtswesens handelt es sich um öffentlich-rechtliche Schulen, die von der DG organisiert werden und Dotationen erhalten. Das GUW steht unter der direkten Trägerschaft des Ministers für Bildung und wissenschaftliche Forschung der DG. Seiner Trägerschaft unterstehen:

drei Grundschulen

  • Königliches Athenäum St. Vith;
  • Königliches Athenäum Eupen;
  • Königliches Athenäum Kelmis;

 

vier Sekundarschulen

  • Robert-Schuman-Institut Eupen;
  • Königliches Athenäum St. Vith;
  • Königliches Athenäum Eupen;
  • César-Franck-Athenäum Kelmis

 

zwei Förderschulen

  • Grund- und Sekundarschule IDGS-Eupen;
  • Grundschule GDU Elsenborn/St. Vith

Die Autonome Hochschule in der Deutschsprachigen Gemeinschaft (AHS) ist von ihrer Form her einzigartig in Belgien. Sie ist durch die Zusammenlegung der ehemaligen Hochschulen der drei Unterrichtsnetze entstanden und steht unter der Trägerschaft eines autonomen Verwaltungsrates.