Schüler mit Migrationshintergrund

Um neuankommende Schüler zu betreuen, erhalten die Schulen, die eine sogenannte Übergangsklasse organisieren, eine spezifische Unterstützung in Form von zusätzlichem Stellenkapital. Den Schülern wird in den Übergangsklassen ein auf ihre Bedürfnisse zugeschnittener Unterricht erteilt. Sie erlernen insbesondere die Unterrichtssprache, um bestmöglich in das Alltagsleben integriert zu werden.

Als neuankommende Schüler gelten Schüler, die folgende Bedingungen erfüllen:

  • Sie sind zwischen 3 und 18 Jahre alt.
  • Sie beherrschen nicht die Unterrichtssprache.
  • Sie haben ihren Wohnsitz oder ständigen Aufenthaltsort in einer der neun Gemeinden der DG.
  • Die Schule, in die sie sich einschreiben möchten, ist die nächstgelegene Unterrichtseinrichtung.
  • Sie sind frühestens seit dem 1. Februar des dem Vorjahr vorangehenden Schuljahres in einer Schule in der DG eingeschrieben. Beispiel: Am 1. Februar 2010 gelten als neuankommende Schüler diejenigen, die seit frühstens dem 1. Februar 2008 in einer Schule in der DG eingeschrieben sind.

 

Um als neuankommende Schüler eingestuft zu werden, müssen die Schüler zudem eine der folgenden Bedingungen erfüllen:

  • Sie haben die Anerkennung des Status als Flüchtling beantragt oder sind als Flüchtling anerkannt laut den Bestimmungen des Gesetzes vom 15. Dezember 1980 über die Einreise ins Staatsgebiet, den Aufenthalt, die Niederlassung und das Entfernen von Ausländern.
  • Sie sind in Begleitung einer Person, die die Anerkennung des Status als Flüchtling beantragt hat oder als Flüchtling anerkannt ist laut den Bestimmungen des oben erwähnten Gesetzes.
  • Sie haben die Anerkennung des Status als Staatenloser beantragt oder sind als staatenlos anerkannt.
  • Sie stammen aus einem Entwicklungsland, gemäß Artikel 2 Nr. 3 des Gesetzes vom 25. Mai 1999 über die internationale belgische Zusammenarbeit, oder aus einem Schwellenland, das offiziell durch das Entwicklungshilfekomitee der OECD unterstützt wird.

Alle Schulen, die eine Übergangsklasse organisieren, sind verpflichtet, neuankommende Schüler aufzunehmen. Die Übergangsklasse bleibt auf jeden Fall bis zum Ende des Schuljahres erhalten, unabhängig von der Anzahl Schüler, die während eines Schuljahres dort aufgenommen werden.

Die Dauer des Aufenthalts in der Übergangsklasse beläuft sich auf wenigstens eine Woche und höchstens ein Jahr. Schüler, die in einer Übergangsklasse eingeschrieben sind, jedoch nicht mehr der Definition des neuankommenden Schülers entsprechen, können weiter die Übergangsklasse besuchen. Schüler, die in einer Übergangsklasse eingeschrieben sind, können ganz oder teilweise am Unterricht anderer Klassen der Schule oder anderer Schulen teilnehmen.

Nähere Informationen zu den Übergangsklassen und zur Stellenberechnung finden Sie in den unten stehenden Anlagen.