Klassierung der Bewerbungen

Die eingegangenen Bewerbungen werden geprüft und alle Bewerber, welche die Bezeichnungsbedingungen erfüllen, werden in zwei Gruppen aufgeteilt:

  • Bewerber, die der Vorrangsregelung genügen (Gruppe 1)

  • alle anderen Bewerber, die die Bezeichnungsbedingungen erfüllen (Gruppe 2).

Vorrangsregelung

Für eine Bezeichnung als zeitweiliges Personalmitglied in einer offenen Stelle eines Amtes oder in einer nicht offenen Stelle eines Amtes, deren Inhaber oder das ihn zeitweilig ersetzende Personalmitglied für einen anfänglich ununterbrochenen Zeitraum von mindestens 15 Wochen ersetzt werden muss, hat ein Bewerber Vorrang, wenn er folgende Bedingungen erfüllt:

  • Er erfüllt alle Bezeichnungsbedingungen.
  • Er verfügt über die in Anwendung des Dekrets vom 19. April 2004 für das Amt erforderlichen Sprachkenntnisse.
  • Er kann im GUW ein Dienstalter von mindestens 720 Tagen in dem betreffenden Amt geltend machen; von diesen 720 Tagen müssen 600 Tage effektiv geleistet worden sein. Der Mutterschaftsurlaub, der Urlaub aus prophylaktischen Gründen und der Zeitraum, während dessen das Personalmitglied im Rahmen des Mutterschaftsschutzes oder der Bedrohung durch eine Berufskrankheit von der Ausübung jeglicher Tätigkeit freigestellt ist, werden insgesamt bis zu einer Obergrenze von 210 Tagen bei der Berechnung der effektiv geleisteten Diensttage berücksichtigt, unter der Bedingung, dass diese Urlaubstage in den Zeitraum der Einstellung fallen.
  • Der letzte Beurteilungsbericht des Schuljahres, in dem der Bewerber vor dem 30. April jeweils für einen ununterbrochenen Zeitraum von mindestens 15 Wochen im aktiven Dienst war, schließt mindestens mit dem Vermerk "ausreichend". Liegt kein Beurteilungsbericht vor, gilt die Bedingung als erfüllt.
  • Er war innerhalb der letzten 5 Schuljahre beim betreffenden Schulträger im aktiven Dienst.

Einem Bewerber, der Diensttage in einem anderen Amt der betreffenden Kategorie geleistet hat, für das er den erforderlichen Befähigungsnachweis besitzt, werden diese Diensttage den Tagen, die zur Ermittlung des Vorrangs berücksichtigt werden, hinzugerechnet - vorausgesetzt, er weist mindestens 360 Diensttage in dem Amt auf, für das er den Vorrang geltend machen möchte. Möchte der Bewerber seinen Vorrang im Amt des förderpädagogischen Koordinators geltend machen, werden ebenfalls die Diensttage in einem anderen Amt einer anderen Kategorie, für das er den erforderlichen Befähigungsnachweis hat, berücksichtigt.

Jede Bewerbung gilt für die Dauer des Schuljahres, für das sie eingereicht wird.

Außer in Fällen höherer Gewalt darf der Bewerber sein Vorrangsrecht während des laufenden Schuljahres nicht mehr geltend machen, wenn er eine Stelle nicht annimmt, die ihm gemäß der Vorrangsregel angeboten wird.

Ist ein Personalmitglied ein erstes Mal auf unbestimmte Dauer bezeichnet worden, dann gilt dies ab diesem Zeitpunkt als eine über die folgenden Schuljahre weiterlaufende Bewerbung für das betreffende Amt.

Klassierung der Zeitweiligen

Nur die Bewerber, die alle Bezeichnungsbedingungen erfüllen, werden in diese Klassierung aufgenommen.
Die Klassierung der Bewerber erfolgt pro Amt nach einem Punktesystem. Dem Bewerber mit der höchsten Punktzahl wird als Erstem eine Stelle angeboten, wobei man zunächst die Liste der Bewerber, die in der Gruppe 1 klassiert sind, berücksichtigt. Anschließend wird auf die Bewerber der Gruppe 2 zurückgegriffen.
Ist auch diese Liste erschöpft, kommen die Bewerber zum Zuge, die nicht alle Bezeichnungsbedingungen erfüllen und daher nicht in die Klassierung aufgenommen worden sind.
Hier werden die Bewerber bevorzugt, die über den erforderlichen Befähigungsnachweis für das Amt verfügen, für das sie sich beworben haben.

Punktevergabe:

Dienstalter beim Schulträger GUW
Pro vollendete Tranche von
360 Diensttagen

1 Punkt

Beurteilungsbericht
Bewertung "gut"
Bewertung "sehr gut"


2 Punkte
4 Punkte

Zusatzdiplom: Graduat/Bachelor
oder Lizenz/Master

2 Punkte

Zweitsprachendiplom
(gründliche Kenntnisse)

2 Punkte

Teilnahme an Weiterbildungen in den
letzten zwei Schuljahren

1 Punkt


Bei Punktegleichstand geben folgende Kriterien den Ausschlag:

  • Kontinuität auf Schulebene
  • Besserer Beurteilungsbericht
  • Höheres Lebensalter

Zeitweilige Bezeichnung auf unbestimmte Dauer

Eine zeitweilige Bezeichnung im Unterrichtswesen endet von Amts wegen spätestens am letzten Schultag. Das bedeutet, dass sich das Personalmitglied jedes Jahr neu bewerben muss.

Die Personalmitglieder, die unter die Vorrangsregelung fallen, haben unter gewissen Bedingungen und im Rahmen der verfügbaren Stellen ein Recht auf eine zeitweilige Bezeichnung auf unbestimmte Dauer. Dieses Recht bezieht sich auf alle Ämter, in denen der Vorrang erworben wird.

Die Bezeichnung der so bezeichneten Personalmitglieder läuft über die Schuljahre weiter und kann nur unter bestimmten Bedingungen beendet werden.

Das Personalmitglied muss sich für das Amt, für das es eine unbefristete Bezeichnung erhalten hat, also nicht mehr jährlich neu bewerben. Möchte es jedoch in einem anderen oder einem zusätzlichen Amt bezeichnet werden, muss es für diese Ämter weiterhin eine Bewerbung einreichen.

Leumundszeugnis und Diplome

Bei Bezeichnung eines Personalmitglieds im Unterrichtswesen ist ein Auskunftsbogen auszufüllen, dem u.a. ein Leumundszeugnis und eine Kopie der erworbenen Diplome beizulegen sind.

Personalmitglieder, die im Rahmen ihrer Bewerbung für das Gemeinschaftsunterrichtswesen bereits ein Leumundszeugnis und eine Kopie ihrer Diplome im Ministerium eingereicht haben, müssen dem Auskunftsbogen diese Dokumente nicht mehr beilegen.

Gesetzliche Grundlagen

Königlicher Erlass vom 22. März 1969 zur Festlegung des Statuts der Personalmitglieder des Gemeinschaftsunterrichtswesens: Artikel 16 bis 23.