Berechnung der Vorränge für das Lehrpersonal

Zum 31. August 2016 ist die 2009 eingeführte Übergangsbestimmung, die vorsah, dass zeitweilige Mitglieder des Lehrpersonals, die nicht den erforderlichen oder für ausreichend erachteten Titel besitzen, nach Absolvieren der 3 Abweichungen als Titelinhaber (ohne Lehrbefähigung) gelten und Diensttage erwirtschaften können, ausgelaufen. Der Wegfall dieses Schutzmechanismus hat bedeutende Auswirkungen auf die statutarische Situation der betroffenen Personalmitglieder und die anstehende Berechnung der Vorränge.

Durch das Dekret vom 25. Mai 2009 wurde die Bezeichnungs- bzw. Einstellungsbedingung, gemäβ der ein Mitglied der Kategorie des Lehrpersonals über eine Lehrbefähigung verfügen muss, für das Schuljahr 2009-2010 ausgesetzt. Diese Aussetzung wurde durch das Dekret vom 25. Oktober 2010 bis zum Schuljahr 2015-2016 verlängert. Die Aussetzung dieser Bedingung hatte zur Folge, dass Personalmitglieder, die nicht den erforderlichen oder für ausreichend erachteten Titel besaβen, nach Absolvieren der 3 Abweichungen als Titelinhaber (ohne Lehrbefähigung) galten und Diensttage erwirtschafteten. Eine unbefristete Bezeichnung bzw. Einstellung oder auch eine definitive Ernennung bzw. Einstellung konnten sie allerdings erst erhalten, wenn die Lehrbefähigung vorlag. Dieser Schutzmechanismus wurde eingeführt, um allen im Unterrichtswesen beschäftigten Personalmitgliedern die nötige Zeit zu geben, die erforderliche Lehrbefähigung zu erwerben.

Zum 31. August 2016 ist dieser Schutzmechanismus ausgelaufen, so dass Personalmitglieder, die drei Abweichungen durchlaufen haben, jedoch keine Lehrbefähigung besitzen, ab sofort nicht mehr die Bezeichnungsbedingungen erfüllen. Sie laufen demzufolge bis zum Erwerb der Lehrbefähigung über Abweichung und dürfen auch nur im Falle von Lehrermangel bezeichnet bzw. eingestellt werden. Eventuelle Diensttage, die sie ggf. schon vor dem 1. September 2016 in einem oder mehreren Ämtern erworben haben, werden eingefroren. Neue Diensttage erwirtschaften sie allerdings erst wieder ab dem Zeitpunkt, an dem die für das jeweilige Amt erforderliche Lehrbefähigung vorliegt.

Alle Schulleiter sind gebeten, diese Regelung bei der Berechnung der Vorränge zu berücksichtigen und dafür Sorge zu tragen, dass alle Personalmitglieder über die Notwendigkeit des Erwerbs der Lehrbefähigung informiert sind.

Weitere Infos zur Lehrbefähigung finden Sie über den weiterführenden Link.