Meldepflichtige Infektionskrankheiten

Die Ausbreitung von ansteckenden Krankheiten vermeiden

Die Deutschsprachige Gemeinschaft ist dafür zuständig, Infektionskrankheiten zu überwachen. Ziel ist es, bei Verdacht oder bei bestätigter Diagnose von bestimmten ansteckenden Krankheiten schnellstmöglich Vorbeugemaßnahmen zu treffen, um so die Ausbreitung der Krankheit zu vermeiden.

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Die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft hat den Erlass über meldepflichtige Infektionskrankheiten am 20. Juli 2017 verabschiedet. Dieser legt Folgendes fest:

  • die Liste der meldepflichtigen Krankheiten – Artikel 1
  • das Verfahren der Meldepflicht im Allgemeinen – Artikel 2
  • das spezifische Meldeverfahren und die zu treffenden Vorbeugungsmaßnahmen bei bestimmten ansteckenden Krankheiten im schulischen Umfeld – Artikel 3

Er wurde am 30. Oktober 2017 im Belgischen Staatsblatt veröffentlicht und ist somit rechtskräftig. Der Link zum Erlass ist unter "Mehr zum Thema" zu finden.

Der Verlauf nach einer Meldung

Die Deutschsprachige Gemeinschaft arbeitet für die Meldung und Kontrolle von ansteckenden Krankheiten mit Inspektoren zusammen. Diese kommen von der Überwachungszelle für ansteckende Krankheiten der AVIQ der Wallonischen Region.

Die dort tätige Hygieneinspektion erhält die Meldung durch:

  • den behandelnden Arzt

  • das Krankenhaus

  • Kaleido-Ostbelguien

  • oder das Ministerium.

Sie übernimmt die nötigen Schritte, um eine epidemische Ausbreitung der Krankheit zu vermeiden.

Die Meldung der ansteckenden Krankheiten erlaubt es außerdem, die Entwicklung von übertragbaren Krankheiten in Zeit und Raum (epidemiologische Überwachung) zu verfolgen. Somit kann festgestellt werden, ob bestimmte ansteckende Krankheiten vermehrt auftreten. Dies ermöglicht den zuständigen Behörden, unmittelbar Maßnahmen für die öffentliche Gesundheit zu treffen.