Königin-Paola-Preis für das Unterrichtswesen – ein Preis zur Motivation von LehrerInnen

Weltkarte mit Auge
FOCUS ERDE

Das Preisausschreiben „Focus Erde“ soll den Übergang vom Sekundar- zum Hochschulwesen erleichtern, indem der Fokus auf technische und wissenschaftliche Kenntnisse gelegt wird. Die gesellschaftlichen Auswirkungen und die wissenschaftliche Kreativität sind Schwerpunkte für kommende Generationen. Der Preis belohnt jedes Jahr die besten Verwirklichungen, die im Rahmen der Berufsqualifikation vorgestellt werden und sich mit den Themen Erde oder Weltraum befassen. Diese können aus einem wissenschaftlichen, technischen, künstlerischen, ökologischen, soziogeografischen und kosmologischen Blickwinkel erörtert werden und sich zum Ziel setzen, die Lebensqualität zu steigern.
Der Preis richtet sich an Schüler, die die 3. Stufe des beruflich-technischen Sekundarschulunterrichts beenden (6. TB, 7. BU, Form 3 und 4 für die Förderschule). Ebenfalls teilnahmeberechtigt sind die Lehrlinge des letzten Ausbildungsjahres (3. Jahr) der beiden Zentren für Aus- und Weiterbildung im Mittelstand.
Weitere Informationen und das Einschreibeformular sind in deutscher Sprache abrufbar auf der unten stehende Webseite der Königin-Paola-Stiftung.

UNTERSTÜTZUNG FÜR JUGENDLICHE UND IHRE SCHULE

Dieser Preis ist für Vereinigungen und/oder Personen bestimmt, die mit Schulen zusammenarbeiten (Hausaufgabenbetreuung, Elternräte, Arbeitskreise…), welche neben- und außerschulischen Aktivitäten für Kinder und Jugendliche mit dem Ziel organisieren, deren Schullaufbahn und Integration in die Gesellschaft zu verbessern. Er richtet sich ebenfalls an Vereinigungen, die Eltern am Lern- und Entfaltungsprozess ihrer Kinder beteiligen. Die Auszeichnung der Königin-Paola-Stiftung belohnt Initiativen, die mit den Schulen und Zentren zusammenarbeiten und insbesondere darauf abzielen:

  • die Entfaltung der Talente und des Potentials der Jugendlichen zu fördern und zu verbessern;
  • den Lernrückstand zu verringern;
  • Integration, Solidarität und bürgerbewusstes Verhalten zu verbessern.

Weitere Informationen und das Einschreibeformular sind in deutscher Sprache abrufbar auf
der unten stehenden Webseite der Königin-Paola-Stiftung.

Wissenschaftsunterricht
WISSENSCHAFTEN, MATHEMATIK und TECHNOLOGIE

Jedes Jahr zeichnet der Königin-Paola-Preis Lehrer und Lehrerinnen aus, die in ihrem Beruf Hervorragendes leisten. Diese Lehrpersonen vermitteln nicht nur Wissen, sondern engagieren sich dafür, dass ihre Schüler mithilfe konkreter pädagogischer Projekte und Initiativen harmonisch ihre Persönlichkeit entwickeln.

Der Preis belohnt abwechselnd LehrerInnen aus Grundschulen und Sekundarschulen – unabhängig vom Netz, dem sie angehören.

Da Wissenschaft, Technologie und Mathematik im Unterricht mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden soll, wurde im Schuljahr 2004–2005 ein spezieller Preis für wissenschaftliche Fächer ins Leben gerufen. Wissenschaft, Mathematik und Technik sind Bildungsbereiche, die nach Meinung von Wissenschaftlern und Wirtschaftsvertretern einen großen Stellenwert im Regelschulwesen erhalten müssen, um Jugendliche neugieriger auf Naturphänomene und technische Errungenschaften zu machen und mehr Bewunderung für solche bei ihnen zu wecken. Zu wenig Jugendliche schlagen ein Studium oder eine Laufbahn in den Fachgebieten der reinen und angewandten Wissenschaft, d.h. der Physik, der Chemie, der Biologie, der Techno-logie und der Mathematik, ein.
Das Preisausschreiben der Königin-Paola-Stiftung „Wissenschaften, Mathematik und Technologie“ belohnt Lehrpersonen, die Maßnahmen umgesetzt haben, um die wissenschaftlichen Fächer attraktiver für ihre Schüler zu machen und/oder ein Projekt verwirklicht haben, das ihr Interesse für eine wissenschaftliche Laufbahn geweckt hat. Der Preis kann auch einer Gruppe von Lehrpersonen zuerkannt werden, die sich gemeinsam für die oben erwähnten Ziele eingesetzt haben.
Dieser Preis richtet sich an alle LehrerInnen der Grund- und Sekundarschulen der drei Gemeinschaften. Er zeichnet LehrerInnen aus, die pädagogische Projekte gestalten, die bereits zwei Schuljahre funktionieren, und die wissenschaftliche und technische Fachrichtungen und die sich daraus ergebenden Karrieren auf eine attraktive Weise darstellen.

Der Königin-Paola-Preis wird in der Französischen und der Flämischen Gemeinschaft jedes Jahr und in der Deutschsprachigen Gemeinschaft alle vier Jahre vergeben. Die Deutschsprachige Gemeinschaft nimmt zyklisch an dem Wettbewerb teil:

2010-2011  2011-2012  2012-2013
Wissenschaften Grundschule Sekundarschule

Weitere Informationen und das Einschreibeformular sind in deutscher Sprache abrufbar auf unten stehenden Webseite der Königin-Paola-Stiftung.

Wer kann teilnehmen?

Anträge können entweder vom individuellen Lehrer/von der individuellen Lehrerin oder von Lehrergruppen ausgehen, die Initiativen organisiert haben, die den Kriterien des Preises entsprechen.

Auch Schulleitungen, Direktoren/Direktorinnen und Eltern, die ein bestimmtes Projekt empfehlen möchten, können einen Antrag einreichen.

Logo Königin paola Stiftung
Die Preise

Die Preise bestehen aus drei Geldpreisen: einem Hauptpreis und zwei ehrenvollen Erwähnungen.

Wie kann man teilnehmen?

Die Teilnahmebedingungen und das Anmeldeformular für den Preis sind beim Sekretariat der Königin-Paola-Stiftung erhältlich.

Die Jurys

Mitglieder der Jurys sind bedeutende Persönlichkeiten aus der akademischen Welt, aus der Unterrichtsverwaltung und der Gesellschaft.

Broschüre

Jedes Jahr wird nach der Preisverleihung eine Broschüre veröffentlicht, in der die Projekte der Preisträger aus den verschiedenen Gemeinschaften dargestellt werden. Sie ist kostenlos beim Sekretariat der Königin-Paola-Stiftung erhältlich.

Bisherige Königin-Paola-Preise für das Unterrichtswesen in der DG

In den vergangenen Jahren wurden bereits mehrfach LehrerInnen aus Schulen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft mit dem Königin-Paola-Preis ausgezeichnet: 

GRUNDSCHULE

1996-1997

Erster Sieger: Das Lehrerteam der Gemeindeschule Elsenborn, vertreten durch Herrn Walter Dahmen, der Herrn Walter Peterges, Direktor, vertritt: Auf Beobachtung, Selbsteinschätzung, Kommunikation und sozialaffektives Lernen aufbauendes pädagogisches Projekt.

Zweiter Sieger: Das Lehrerteam der Primarschule Eupen-Oberstadt, vertreten durch Herrn Günter Koch, Schulleiter: Stufenunterricht, innere Differenzierung, Paten-Systeme, Ateliergruppen.

Dritter Sieger: Das Lehrerteam der Gemeindeschule Hergenrath, vertreten durch Herrn Martin Christen, Schulleiter: „Die Schule ist eine Begegnungsstätte“.

2000-2001

Erster Sieger: Team, bestehend aus 14 Lehrkräften der Gemeindeschule Nidrum, vertreten durch Herrn Johannes Van Neuss: Stammgruppenpädagogik in Primarschule und Kindergarten.

Zweiter Sieger: Team, bestehend aus 3 Lehrkräften des Instituts der Deutschsprachigen Gemeinschaft für Sonderunterricht (IDGS) in Eupen, vertreten durch Myriam Kremer-Stommen: Die „konduktive“ Erziehung: ein kleiner Schritt im Unterrichtswesen – ein großer Schritt für Kinder mit einer Körperbehinderung.

Dritter Sieger: Team bestehend aus 5 Lehrkräften der Gemeindeschule Kelmis, das von den Herren Ronald Goffart und Gerwin Poth vertreten wird: Versuch einer Symbiose zwischen einer auf den Kompetenzen beruhenden Methode und der Pädagogik des Jena-Plans. 

Sekundarschule

1997-1998

Erster Sieger: Eine Gruppe von sechs Lehrern des Robert-Schumann-Instituts Eupen, einer Schule mit gekürztem Stundenplan, wird hier von Herrn Jean-Michel Lex vertreten: Ausbildung mit einer Umweltdimension in der Unternehmenswelt im Teilzeitunterricht.

Zweiter Sieger: Eine Gruppe von acht Lehrern des Technisches Instituts Sankt-Vith, hier vertreten durch Herrn Peter Schmitz: Förderung von Entwicklungsmöglichkeiten in heterogenen Gruppen.

2006-2007

Erster Sieger: Véronique Roelandts-Schröder, Naturwissenschafts- und Religionslehrerin an der Pater-Damian-Schule in Eupen : « Achtung Mobbing - Attention Mobbing - Opgelet Mobbing »: Vorstellung einer Einheit über 8 Unterrichtsstunden. Es ist eine Handreichung für Moral- und Religionslehrer (jeder Konfession) und eventuell andere Fachunterrichte zur Vorbeugung und Lösung von Problemen in Zusammenhang mit Belästigung in der Schule. Hinzu kommt die Vorstellung eines Intensivpraktikums von 3 Tagen während der Projektwochen.

Zweiter Sieger: Christine Maraite, Förderschulpädagogin am I.D.G.S. Institut der Deutschsprachigen Gemeinschaft für Sonderunterricht in Eupen : « Snoezelen » ist ein multifunktionales Konzept, in welchem über entsprechende Geräte und Raumgestaltung, Sinnesempfindungen (Hören, Sehen, Riechen, Tasten) bei Kindern mit einer Behinderung ausgelöst werden. Schwerpunkte stellen die Entspannung und das Wohlbefinden dar.

Wissenschaften, Mathematik und Technologie (Grund- und Sekundarschulen)

2004-2005

Erster Sieger: Brigitte Leyh-Nihant, Lehrerin für das Fach Chemie am Königlichen Athenäum Eupen: Das Kristallzüchtungsprojekt fördert die Faszination der Schüler für die Wissenschaften durch die Bildung schöner Einkristalle im Chemielabor und führt zur Entwicklung fachlicher und fachübergreifender Kompetenzen.

Zweiter Sieger: Joseph Spoden, Klassenleiter an der Grundschule Crombach: Fach- und jahrgangsübergreifende Bearbeitung des Themas „Belgischer Obstanbau“ als Einstieg in die Naturkunde mit dem Ziel, dass Kinder Zusammenhänge erkennen und sich mit der Beziehung von Mensch und Umwelt und deren Wechselwirkung auseinandersetzen.