Erasmus Belgica

I. STUDENTEN

Erasmus Belgica bietet Universitäts- und Hochschulstudenten die Möglichkeit, einen Teil ihrer Ausbildung an einer Universität oder Hochschule in einer der beiden anderen Gemeinschaften des Landes zu absolvieren. So können sie voll und ganz in die jeweilige Sprache und Kultur eintauchen.
 
Alle Studienrichtungen kommen in Frage. Die betreffenden Einrichtungen müssen jedoch bilaterale Verträge mit den Partnern der anderen Gemeinschaft abschließen.

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Für das Projekt gelten dieselben Grundsätzen wie für das europäische Erasmus-Programm:

Einrichtungen

  • Die Einrichtungen schließen bilaterale Verträge mit den Partnern der anderen Gemeinschaft ab.
  • Die Hochschulen und Universitäten schließen einen Vertrag mit der nationalen Agentur ihrer Gemeinschaft ab.
  • Die Einrichtungen stellen jedes Jahr einen Antrag bei ihrer Agentur und geben dabei die Zahl der Bewerber an.
  • Die Heimateinrichtung bestimmt die teilnehmenden Studenten.
  • Sollte die Nachfrage das Angebot übersteigen, erstellen die Einrichtungen Wartelisten.
  • Die Hochschuleinrichtungen schließen einen Vertrag mit dem Studenten ab.
  • Die Einrichtungen berichten nach den Erasmus-Modalitäten (Studienfach, Alter, Jahr, Geschlecht, Zielort usw.) über das Projekt.

Studenten

  • Die Studenten müssen an der Heimateinrichtung für ein anerkanntes Studium eingetragen sein.
  • Die Regeln für die Studienbeihilfen in ihrer eigenen Gemeinschaft behalten ihre Gültigkeit. 
  • Sie beantragen ein Stipendium bei ihrer eigenen Einrichtung.
  • Sie halten sich mindestens 3 Monate und höchstens 1 Jahr an der anderen Einrichtung auf.
  • Studenten aus dem ersten Jahr werden nicht zugelassen.
  • Sie schließen einen Studiumsvertrag mit ihrer Einrichtung und der Gasteinrichtung ab.
  • Der Austausch wird von der Heimateinrichtung und der Gasteinrichtung akademisch anerkannt.
  • Weiterführende Auskünfte erhalten sie beim Erasmus-Beauftragten der Einrichtung, in der sie eingetragen sind. 

Praktische Organisation

Die Teilnahme am Erasmus-Belgica-Projekt ändert nichts an der üblichen Studiumsdauer.
Das Programm findet gemäß dem Erasmus-Programms statt.

  • Der Stipendiumsbetrag ist in den drei Gemeinschaften gleich hoch: Ungeachtet der Entfernung erhält jeder Student einen Pauschalbetrag von 100 EUR als Prämie oder Anreiz.
  • Zudem wird jenen Studenten, die nachweisen, dass sie für die Dauer ihres Studiums an der Gasteinrichtung in einer anderen Gemeinschaft eine Unterkunft bezahlen, eine monatliche Zulage von 100 EUR gewährt (min. 3 Monate, max. 1 Jahr).
  • Die teilnehmenden Studenten müssen der Gasteinrichtung keine Studiengebühr entrichten.

II. Dozenten

Erasmus Belgica fördert den Austausch zwischen Hochschuldozenten der drei Gemeinschaften Belgiens.
Bei einem Aufenthalt an einer Universität oder Hochschule in einer anderen Gemeinschaft kommen die Dozenten mit anderssprachigen Kollegen, mit einem unterschiedlichen pädagogischen Ansatz und einer anderen Kultur in Berührung. Die Dozenten spielen bei der Förderung der Studentenmobilität eine wichtige Rolle. Aufgrund ihrer persönlichen Erfahrungen während des Austauschs können sie die Studenten besser über die Möglichkeiten eines Studiums in der anderen Gemeinschaft informieren. Außerdem wird der Studentenaustausch durch die Kontakte der Dozenten zu den Gasteinrichtungen erleichtert.

Einrichtungen

  • Die teilnehmenden Hochschulen und Universitäten schließen mit den Partnern aus der anderen Gemeinschaft bilaterale Verträge ab.
  • Die Einrichtungen schließen einen Vertrag mit der nationalen Agentur ihrer Gemeinschaft ab.
  • Die Einrichtungen stellen jedes Jahr einen Antrag bei ihrer Agentur und geben dabei eine Schätzung der Zahl der teilnehmenden Dozenten (in Tagen) ab.
  • Die Heimateinrichtung bestimmt die teilnehmenden Dozenten.
  • Die Einrichtungen berichten nach den Erasmus-Modalitäten (Studienfach, Alter, Jahr, Geschlecht, Zielort usw.) über das Projekt.

Dozenten

  • Die Dozenten müssen bei der Heimateinrichtung angestellt sein.
  • Sie beantragen den Pauschalbetrag bei ihrer eigenen Einrichtung.
  • Weiterführende Auskünfte erhalten sie beim Erasmus-Beauftragten ihrer Einrichtung.


Praktische Organisation

Die praktische Organisation des Austauschs erfolgt über die nationalen Erasmus-Agenturen, d.h. für die DG über die Agentur für Europäische Bildungsprogramme.

  • Für das akademische Jahr sind sowohl für die Flämische Gemeinschaft als auch für die Französischsprachige Gemeinschaft ca. 150 Austauschtage vorgesehen. Für die Deutschsprachige Gemeinschaft sind 50 Austauschtage vorgesehen.
  • Die Umsetzung erfolgt gemäß dem Erasmus-Programm.
  • Die Hochschuldozenten haben die Möglichkeit, eine gewisse Zeit an einer Einrichtung in einer anderen Gemeinschaft Belgiens zu verbringen.
  • Der Pauschalbetrag ist in den drei Gemeinschaften gleich hoch:
    • Ungeachtet der Entfernung erhält jeder Dozent einen Pauschalbetrag von 21 EUR pro Tag.
    • Der Pauschalbetrag beträgt höchstens 105 EUR für 5 Tage.