Time-out

Das "Time-out"-Projekt

Am 26. April 2011 ist das pädagogische Pilotprojekt „Time-out“ für Schüler aller Regel- und Fördersekundarschulen in der DG gestartet. Wesentliche Projektziele sind das Abwenden eines drohenden Schulverweises und die schulische Wiedereingliederung durch umfassende sozialpädagogische Maßnahmen während einer begrenzten Zeitdauer.

Wenn Schüler mit erheblichen Verhaltensstörungen plötzlich aus dem Klassenverband ausscheren, schulmüde werden und ihre weitere Beschulung trotz umfangreicher schulinterner Maßnahmen eine untragbare Belastung des Unterrichts und des Schulklimas darstellt, dann ist das „Time-out“ Projekt die letzte Möglichkeit, einen drohenden Schulverweis abzuwenden.
Während einer begrenzten Zeit werden die Schüler vom Unterricht ausgeschlossen und wechseln in die Obhut des „Time-out“ Projekts. Als Ganztagsschule konzipiert ermöglicht das Projekt eine optimale sozialpädagogische Betreuung der Schüler mit dem Ziel, diese wieder in den Klassenverband der Herkunftsschule einzugliedern.
Der zeitlich begrenzte Unterricht- und Schulausschluss ist als Überbrückungsvariante zu sehen, welche Jugendlichen die Chance bieten soll, durch erweiterte Betreuungs- und Beratungsstrukturen aufgefangen, geführt und stabilisiert zu werden. Diese Interventionsmöglichkeit umfasst besondere sozialpädagogische Maßnahmen, die letztlich eine Reintegration des Schülers in die Herkunftsschule ermöglichen sollen. Dabei kommen der Naturpädagogik und dem Ausdruck durch Musik besondere Bedeutung zu.

Das Projekt ist in Eupen, Bellmerin 69 angesiedelt.

Vorgehensweise bei der Zuweisung

Der Erstantrag und alle weiteren Anträge werden über den Schulleiter der Schule, in der der Schüler eingeschrieben ist, bei der Schulinspektion eingereicht. Dieser Antrag enthält den Entschluss des Klassenrates, das Kaleido-DG-Gutachten, eine Übersicht der bereits schulinternen soziopädagogischen Maßnahmen sowie dem Protokoll und der Entscheidung der Konzertierung der verschiedenen Institutionen (des Case-Managements) und der Stellungnahme der Time-out-Einrichtung zur kurzfristigen Aufnahmemöglichkeit.
Die vollständige Akte wird der Schulinspektion durch den Schulleiter der Herkunftsschule übermittelt.

Der Leitfaden und das Formular für die Zuweisung eines Schülers in das Time-out Projekt stehen zum Download zur Verfügung.