Konzept und Hintergrund

Im Mai 2015 stellte der Minister für Bildung und wissenschaftliche Forschung sein Konzept „Gutes Personal für gute Schulen“ der breiten Öffentlichkeit vor.

Der zunehmende gesellschaftliche Wandel stellt auch Schulen vor erhebliche Herausforderungen. Die Qualifikation und Motivation des Schulpersonals sind entscheidende Säulen des Unterrichtswesens. Das Konzept „Gutes Personal für gute Schulen“ soll die optimalen Rahmenbedingungen schaffen, damit Schulen die neuen Herausforderungen stemmen können.

Das Ergebnis von Rückmeldungen und Erfahrungen aus der Schulwelt

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Das Konzept entstand nicht im luftleeren Raum: Regelmäßig stoßen Schulleiter, Schulämter, Sekretariate und Personalmitglieder an Grenzen des aktuellen Dienstrechts. So bieten die aktuellen gesetzlichen Regelungen nur sehr wenig Spielraum bei der Rekrutierung und wenig Arbeitsplatzsicherheit zu Beginn der Karriere.

Es sind kaum Zeiträume und Möglichkeiten für Teamarbeit und berufliche Weiterentwicklung vorgesehen. Die eingeschränkte und wenig transparente Arbeitszeitregelung veranlasst die Gesellschaft dazu zu glauben, die Lehrerarbeitszeit beschränke sich auf die Unterrichtszeit.

In den meisten westlichen Ländern ist der Lehrerberuf als einziger in der heutigen Wirtschaft wohl noch ein Einzelkämpfermodell. Die Vorstellung, dass ein einzelner, für sich allein arbeitender Lehrer in der Lage ist, den verschiedenen Bedürfnissen von dreißig Schülern im Laufe eines gesamten Schuljahres gerecht zu werden, wird immer mehr in Frage gestellt. Zahlreiche Länder sind mit dem akuten Problem konfrontiert, dass viele Lehrer den Beruf verlassen, vermehrt innerhalb der ersten fünf Jahre, weil sie sich isoliert und zu wenig unterstützt fühlen. (ISTP 2015, Abschlussbericht)

„Gutes Personal für gute Schulen“ setzt auf

  • die Stärkung der schulischen Autonomie,
  • die Förderung der Teamarbeit im Unterrichtswesen,
  • die Unterstützung von Berufseinsteigern,
  • neue Formen der Laufbahnentwicklung.

Das Konzept behandelt daher Themen wie die Rekrutierung, den Berufseinstieg, die kollegiale Zusammenarbeit oder die Arbeitszeit.

Welche Überlegungen in dem Konzept angestoßen werden, können Sie in dem vollständigen Konzept im Download nachlesen. Unter der Rubrik „Themen“ werden Einzelthemen separat beleuchtet.