Zwischenbericht Oktober 2016

2016 diskutierten an 2 Informations- und Diskussionstagen insgesamt 130 Personalmitglieder aus dem Unterrichtswesen Themen wie Berufseinstieg, Taktung der Schuljahre, Prüfungs- und Unterrichtszeiten, berufliche Entwicklung und Lehrerarbeitszeit.

In jedem einzelnen Workshop wurden die Anmerkungen und Anregungen der Personalmitglieder schematisch festgehalten. Sie wurden jeweils einer von 3 Kategorien zugeordnet:

  • "Chancen"

  • "Sorgen"

  • „Empfehlungen“.

Die Ergebnisse aller Workshops wurden in Bildern festgehalten und schriftlich zusammengefasst. Die entsprechenden Unterlagen finden Sie unter der Rubrik „Themen“.

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Die Arbeitsgruppen haben daraufhin die umfassenden Rückmeldungen gesichtet und diese in ihre Überlegungen einfließen lassen. Auch die Projektleitung hat die Rückmeldungen berücksichtigt, um die weitere Vorgehensweise zu planen.

Während die Thematik des Berufseinstiegs und der Unterstützung im Laufe der gesamten Karriere weniger problematisch erschien, war der Tenor zu den Fragen der Schuljahrestaktung und der Unterrichts- und Prüfungszeit sehr geteilt. Auch in puncto Lehrerarbeitszeit wurde darum gebeten, Schnellschüsse zu vermeiden und etwaige negative Konsequenzen zu berücksichtigen. Diese großen Fragen seien gesamtsystemisch zu betrachten. Besonders betonten die anwesenden Personalmitglieder jedoch, dass ihnen am Herzen liege, sich weiterhin an diesem Prozess zu beteiligen.

Ende Juni wurden dann bestehende Themenfelder aus dem GPGS-Prozess in einer MindMap aufgelistet und mit den einschlägigsten Argumenten aus den Arbeitsgruppen und den Personalforen kommentiert. Hieraus ergaben sich für die einzelnen Themenfelder der aktuelle Stand sowie die möglichen Fortschritts- und Arbeitsperspektiven. 

Textarbeit in den nächsten Monaten

Aus dieser Analysearbeit folgt, dass sich die Projektleitung in den nächsten Monaten auf die Ursprungsthemen des GPGS-Prozesses konzentriert und in die konkrete Textarbeit geht; das Ziel: eine solide dienstrechtliche Grundlage schaffen:

  • Einerseits wird ein neues modernisiertes Regelwerk zu den Ämtern und Befähigungsnachweisen erstellt.

  • Andererseits wird an einem gemeinsamen und umfassenden Statut für alle Personalmitglieder im Unterrichtswesen gearbeitet. 

In diese beiden Themenfelder - Statut und Titel/Ämter - fließen selbstverständlich auch Elemente anderer Themenbereiche ein - beispielsweise Stellenkapital, Berufseinstieg, individuelles Personalmanagement oder Beurteilung und Bewertung.

Dadurch entstehen zudem erste übersichtliche Regelwerke für alle Personalmitglieder im Unterrichtswesen, die bisher verschiedensten Dekreten und Erlassen unterliegen. Dies sorgt für dienstrechtliche Transparenz.

Sobald erste Vorlagen verfügbar sind, werden auch die Arbeitsgruppen zu den Textvorschlägen themenbezogen und punktuell befragt.

Langfristig - Erarbeitung einer Gesamtvision

Die übrigen Themen, die in den Austauschforen im Mai und Juni kontrovers mit den Personalmitgliedern diskutiert wurden, sind soweit miteinander verknüpft und verzahnt, dass die Anpassung einzelner Stellschrauben in dem Gebilde Bildungswesen nicht zielführend wäre. Aus diesem Grund werden diese Themen im Rahmen einer so genannten Gesamtvision für das Bildungswesen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft auf den Prüfstand gestellt.

Eine Gesamtvision zu erarbeiten, ist ein mittel- bzw. langfristiges Projekt, das ohne externe Unterstützung im Bereich der Prozessbegleitung und Beratung nicht effizient bearbeitet werden kann. Aus diesem Grund wird es auch noch einige Monate dauern, bis die tatsächliche Planungs- und Strukturierungsarbeit für eine solche Gesamtvision beginnen kann. Für diese Planungsarbeit wird auch die Einbindung der Personalmitglieder sowie aller anderen relevanten Akteure eine wichtige Rolle spielen. Hiervon wird auch abhängig sein, ob weitere Informations- und Diskussionsveranstaltungen folgen oder eine andere Form der Partizipation für einen solchen Prozess erforderlich ist. 

Auf dieser Internetseite werden konkrete Ergebnisse und Fragestellungen zu gegebener Zeit veröffentlicht werden. Weitere Rückmeldungen und Anmerkungen zu den bisherigen und/oder zu den laufenden Arbeiten sind jedoch weiterhin willkommen.