„Gutes Personal für gute Schulen“ und „Gesamtvision“: Wie hängt das zusammen?

Seit 2015 sind Konzepte, um das Dienstrecht zu modernisieren, über das Projekt „Gutes Personal für gute Schulen“ in der Diskussion. Dies mündete in der Idee, das Unterrichtsystem in der Deutschsprachigen Gemeinschaft neu zu positionieren. Ihr Name: eine Gesamtvision für das Bildungswesen in Ostbelgien.

Seit 2015 sind Konzepte, um das Dienstrecht zu modernisieren, über das Projekt „Gutes Personal für gute Schulen“ in der Diskussion. Das Resultat: die Idee, das hiesige Unterrichtsystem neu positionieren. Sein Name: eine Gesamtvision für das ostbelgische Bildungswesen.

Das Unterrichtswesen steht aktuell und zukünftig vor Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund zielt die Gesamtvision darauf ab, die Qualität der Bildungsangebote und die Bildungsgerechtigkeit in Ostbelgien nachhaltig zu verbessern.

Rückblick

Das Regionale Entwicklungskonzept, REK, zielte in seiner ersten Umsetzungsphase darauf ab, das Dienstrecht zu modernisieren und so die Eigenverantwortung der Schulen zu stärken. Im Mai 2015 entstand das Konzeptpapier „Gutes Personal für gute Schulen“. Darin ging es um Themen wie Titel und Ämter, Einstellung, Berufseinstieg, Laufbahn, kollegiale Zusammenarbeit und Arbeitszeit.

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Damit befassten sich mehrere Arbeitsgruppen im Schuljahr 2015-2016. Parallel tauschten sie sich regelmäßig mit den Arbeitnehmerorganisationen aus.

Im Mai und Juni 2016 fanden zwei Informations- und Diskussionstage mit insgesamt 130 Personalmitgliedern aus dem Unterrichtswesen statt. Dort besprachen die Teilnehmer Themen wie der Berufseinstieg, die Taktung des Schuljahres, Prüfungs- und Unterrichtszeiten oder auch Fragen der beruflichen Entwicklung und der Lehrerarbeitszeit.

Auf dieser Basis wurde die Entscheidung getroffen, das Projekt zweigliedrig fortzusetzen:

  • die rein dienstrechtlichen Regelwerke im Unterrichtswesen modernisieren

  • eine Gesamtvision für das Bildungswesen in Ostbelgien erarbeiten

Ausblick

2017 schrieb die Regierung erstmalig einen öffentlichen Dienstleistungsauftrag aus, um die Planung, Umsetzung und Auswertung einer "Vision für das Bildungswesen in der Deutschsprachigen Gemeinschaft 2030" zu begleiten. Es mangelte an adäquaten Angeboten.

Daraufhin beschloss die Regierung, den Auftrag nicht integral für das Gesamtprojekt zu vergeben. Stattdessen schrieb sie ein erstes Teilprojekt, um die Gesamtvision zu erarbeiten, aus: genauer gesagt die Diagnose des aktuellen Stands des Bildungssystems in der Deutschsprachigen Gemeinschaft.

Den Zuschlag erhielt im März 2019 die VDI Technologiezentrum GmbH aus Düsseldorf, die den Auftrag bis Dezember 2019 ausführt. Die Ergebnisse des GPGS-Prozesses fließen in die Analyse ein. Sie wenden auch Verwendung in der Online-Umfrage. Diese läuft vom 27.08. bis zum 22.09.2019 und holt die Meinung der breiten Bevölkerung zu aktuellen Bildungsfragen ein.

Sie möchten Ihre Meinung zum ostbelgischen Bildungswesen kundtun? Dann nehmen Sie anonym an der Umfrage teil.

Im weiterführenden Link erfahren Sie mehr zum Projekt „Gutes Personal für gute Schulen“.