Nachteilsausgleich – Wie unterstütze ich Schüler mit Defizit?

Fast jeder Lehrer hat im Laufe seiner Karriere schon Schüler mit einer Beeinträchtigung oder mit einer Entwicklungsstörung, wie z. B. einer Lese-Rechtschreib-Störung, in seiner Klasse gehabt. Das ist eine besondere Herausforderung.

Wie soll man damit umgehen? Welche Hilfen kann man anbieten? Aber auch welcher zusätzliche Arbeitsaufwand kommt auf einen zu und mit welcher Unterstützung kann man rechnen? Fragen über Fragen, auf die es keine allgemeingültigen Antworten gibt. Jeder Schüler ist anders.

Gezielt unterstützen: je früher, desto besser

Selbst wenn der Schüler willig ist und die Eltern sich zu Hause die größte Mühe geben, gelingt es ihm manchmal nur sehr schwer, bestimmte Kompetenzen zu erwerben. So kann für viele Kinder und Jugendliche ein „Teufelskreislauf“ beginnen, den man nur sehr schwer wieder durchbrechen kann: von der Frustration und Hilflosigkeit zu Aggression oder Resignation.

Die Betroffenen leiden meistens sehr unter der Situation. Je früher hier Hilfe, Unterstützung und Förderung einsetzt, umso größer ist die Chance, relativ sicher die Schullaufbahn zu absolvieren und erfolgreich eine Ausbildung oder ein Studium abzuschließen.

Hilfe für die Helfer: Tipps für Nachteilsausgleichmaßnahmen

Eine Handreichung aus dem Ministerium der DG gibt Lehrern Anregungen, wie sie einem Schüler mit einem Förderbedarf helfen können, seine Kompetenzen bestmöglich zu entwickeln.

Der Schüler kann oftmals durch gezielte, einfache Maßnahmen in seinem Lernprozess unterstützt werden. Eine sehr einfache Nachteilsausgleichsmaßnahme wäre zum Beispiel, einen Schüler mit Sehbeeinträchtigung ziemlich vorne an die Tafel zu setzen oder einem Schüler mit Lese-Rechtschreib-Störung bei einer Prüfung mehr Zeit zu lassen.

Mehr dazu erfahren Sie in der „Handreichung für Schulen zu möglichen Nachteilsausgleichsmaßnahmen für Schüler“. Diese Broschüre erhalten Sie im Ministerium der DG oder beim Zentrum für Förderpädagogik (ZFP).