Wie kann ich meine Kompetenzen offiziell anerkennen lassen?

Sie sind über 25 Jahre, haben bereits einschlägige Erfahrungen in einem bestimmten Beruf gesammelt, verfügen jedoch über keinen Berufsabschluss in diesem Beruf? Ihr Wunsch ist es, diese Fähigkeiten sichtbar und verwertbar zu machen?

Das Projekt „Zukunftswege gestalten“ bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihre beruflichen Kompetenzen offiziell anerkennen zu lassen. Und zwar in Form einer offiziellen „Kompetenzbescheinigung“ bzw. eines „Zertifikats über den Nachweis beruflicher Kompetenzen“.

Hierfür absolvieren Sie eine praktische Prüfung an einem Zentrum für Aus- und Weiterbildung im Mittelstand (ZAWM Eupen oder ZAWM St. Vith)

Wie läuft eine Kompetenzanerkennung ab?

  1. Die Weiterbildungsberaterin im Ministerium führt mit Ihnen ein Erstgespräch. Sie informiert Sie darüber, wie das Verfahren abläuft. Anschließend füllt Sie mit Ihnen einen Selbsteinschätzungsbogen aus. In diesem Bogen sind die Kompetenzen aufgelistet, die für den entsprechenden Beruf verlangt werden.
  2. Um Ihre vorhandenen Kompetenzen bestmöglich einschätzen zu können, erfolgt ein Gespräch mit einem Fachlehrer des ZAWM.
  3. Das ZAWM (Eupen oder St. Vith) informiert Sie über die Prüfungsmodalitäten und -termine.
  4. Zunächst erfolgt ein unbenoteter Prüfungstermin am entsprechenden ZAWM. Dieser Termin ermöglicht Ihnen, sich mit den Prüfungsmodalitäten vertraut zu machen. Insofern dieser unbenotete Prüfungstermin zeigt, dass Sie ein Handwerk ausüben können, erhalten Sie Zugang zur offiziellen Prüfung.
  5. Sie legen die Prüfung an einem ZAWM (Eupen oder St. Vith) ab und erhalten, bei Erfolg, eine Kompetenzbescheinigung bzw. ein Zertifikat für die erfolgreich nachgewiesenen Kompetenzbereiche.

Für welche Berufe können in Ostbelgien Kompetenzbescheinigungen erworben werden?

In mehr als 45 Berufen. Einen Überblick finden Sie auf der IAWM-Internetseite. Eine entsprechende Liste finden Sie im Downloadbereich.

Anerkennungsverfahren außerhalb von Ostbelgien

 

Sollte die entsprechende berufliche Prüfung in Ostbelgien nicht angeboten werden, informiert Sie die Weiterbildungsberaterin über Kompetenzanerkennungssysteme im Umland.

 An wen richten sich die Anerkennungsverfahren?

  • Arbeitsuchende (einschließlich Wiedereinsteiger)
  • Arbeitnehmer (einschließlich Umschuler),
  • Menschen, deren ausländisches Diplom in Belgien nicht anerkannt werden konnte,
  • und Menschen, die wesentliche Kompetenzen in einem bestimmten Beruf aufweisen und diese anerkennen lassen möchten

Teilnahmevoraussetzung für das Kompetenz-Anerkennungssystem in Ostbelgien

  • Mindestalter: 25 Jahre
  • Berufliche Erfahrung muss vorhanden sein.
  • gute Kenntnisse der Sprache, in der das Validierungsverfahren stattfindet (ausreichend Fachwortschatz, um der Prüfung folgen zu können)
  • vorrangig Niedrigqualifizierte
  • Wohnort oder Arbeitsplatz in der Deutschsprachigen Gemeinschaft, wobei begründete Ausnahmen zugelassen werden können

Kosten

Die Prüfungskosten werden im Prinzip vom Projekt „Zukunftswege gestalten“ getragen. Dadurch fallen für die Teilnehmer in der Regel keine Kosten an.

Mehr Informationen zum ESF-Projekt „Zukunftswege gestalten“ erfahren Sie unter dem gleichnamigen Menüpunkt in der rechten Navigationsleiste.