Projekthintergrund

Wir lernen nicht nur in der Schule, sondern auch

  • im Berufsleben
  • auf einer Weiterbildung
  • in der ehrenamtlichen Vereinsarbeit
  • über Hobbies und Interessen

Doch die Kompetenzen, die man außerhalb des Schulsystems erwirbt, werden nirgends festgehalten oder zertifiziert. Sie sind nicht sichtbar, obwohl sie in der Berufswelt oft eine wichtige Rolle spielen.

Besonders für Menschen ohne formalen Berufsabschluss kann dies zu Problemen führen. Ihnen fehlt ein anerkannter Nachweis über ihr fachliches Know How und das, was sie können.

Werden sie arbeitslos, können sie auf dem Arbeitsmarkt leicht übersehen oder unterschätzt werden. Menschen, deren ausländisches Diplom nicht anerkannt werden konnte, haben keine handfesten Dokumente, um ihr Können zu belegen.

Aber auch Wiedereinsteiger und Arbeitnehmer, die sich beruflich umorientieren möchten, stehen oft vor der Frage: Was kann ich alles? Und wo könnte ich meine Kompetenzen einsetzen und ausbauen?

Neue Wege

Vor diesem Hintergrund forderte der Rat der Europäischen Union in seiner Empfehlung vom 20.12.2012 die Mitgliedstaaten auf, Anerkennungssysteme für informell und nicht-formal erworbene Kompetenzen zu schaffen.

Ziel ist es, die vorhandenen Kompetenzen sichtbar zu machen und anzuerkennen. Auf dieser Basis sollen sich Ausbildungswege verkürzen und/oder sich die Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern.

Projekt „Zukunftswege gestalten“ für Ostbelgien

Indem man in Bildung und Beruf orientiert und Strukturen, um Kompetenzen anzuerkennen, schafft, sollen Ostbelgier in ihrer beruflichen Entwicklung unterstützt werden.

Was bis jetzt erreicht wurde:

  • Kennenlernen der Anerkennungssysteme der Nachbarländer und –Regionen in Form von Austauschtreffen und Kongressbesuchen
  • Parallel dazu wurde eine umfassende Bestandsaufnahme der bestehenden Validierungsansätze in der Deutschsprachigen Gemeinschaft erstellt.
  • Am 21. Oktober 2016 fand die Auftaktveranstaltung des Projektes statt. Daran beteiligten sich 60 Schlüsselakteure aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft.
  • 2017 beschäftigte sich eine Steuergruppe damit, einen konkreten Konzeptvorschlag für die Deutschsprachigen Gemeinschaft zu erarbeiten.
  • Anfang 2018: Erarbeitung eines Antrags auf Unterstützung seitens des Europäischen Sozialfonds
  • Juli 2018-Dezember 2020: Umsetzung des ESF-Projektes „Zukunftswege gestalten“.

„Zukunftswege gestalten“ ist ein Projekt des Ministeriums der Deutschsprachigen Gemeinschaft mit finanzieller Unterstützung des Europäischen Sozialfonds im Rahmen des Regionalen Entwicklungskonzeptes.

Partnerlogos