Sachstand zum Projektfortschritt: Wo stehen wir?

Das Unterrichtswesen steht aktuell und zukünftig vor Herausforderungen. Ziel der Gesamtvision ist es, in diesem Kontext die Qualität der Bildungsangebote zu verbessern und die Bildungsgerechtigkeit in Ostbelgien nachhaltig zu gewährleisten. Hierbei stehen folgende Kernfragen im Fokus:

  • Vor welchen Herausforderungen steht das Bildungssystem in der Deutschsprachigen Gemeinschaft und mit ihm die Gesellschaft in Ostbelgien?
  • Welche Stärken und Schwächen sind derzeit im ostbelgischen Bildungswesen zu erkennen?
  • Welchen Anforderungen muss ein modernes Bildungssystem gerecht werden?
  • Auf welchen Werten beruht das ostbelgische Bildungswesen?

Hier erfahren Sie, was aktuell läuft, welche Initiativen noch bevorstehen und welche Etappen bereits erreicht wurden.

Aktuell

Dezember 2019 – Februar 2020 - Ergebnisbericht

Der Beteiligungsprozess der Diagnosephase endete Anfang Dezember 2019 mit zwei öffentlichen Zukunftsforen. Rund 150 interessierte Bürger informierten sich über die Zwischenergebnisse zur Bestandsaufnahme und Analyse des Bildungssystems. Alle Ergebnisse der Diagnosephase fließen in einen Ergebnisbericht ein, den ein Expertenteam von VDI TZ bis Februar 2020 erstellen wird.

Ausblick

1. Halbjahr 2020 - 1. Halbjahr 2021 - Entwicklung einer Vision für das Bildungswesen

Der Ergebnisbericht der Diagnosephase bildet die Grundlage, um eine konsensfähige Gesamtvision zu entwickeln. Dabei sitzen Bildungsakteure mit am Tisch. Die Vision wird

  • Perspektiven für die kommenden 10 bis 15 Jahre aufzeigen und

  • eine zukunftsfähige Gestaltung des Bildungswesens in Ostbelgien ermöglichen.

1. Halbjahr 2021 - 1. Halbjahr 2022 - Erarbeitung eines Umsetzungsplans

Der Umsetzungsplan wird die einzelnen Etappen, um die Vision zu verwirklichen, festlegen und priorisieren. Um den Umsetzungsplan zu erstellen, werden Bildungsakteure und Bürger aktiv eingebunden.

Rückblick

Dezember 2019 - Zukunftsforen Bildung

In zwei öffentlichen Zukunftsforen diskutierten rund 150 interessierte Bürger mit dem Bildungsminister und Vertretern von Bildungseinrichtungen die Zwischenergebnisse der Diagnosephase. Eine Posterausstellung veranschaulichte die einzelnen Etappen und Ergebnisse der Diagnosephase in kompakter Form der Öffentlichkeit.

Oktober – November 2019 – Diskussionsforen und Rundtischgespräch

In vier lokalen Diskussionsforen wurden die Ergebnisse der Online-Befragung vorgestellt und diskutiert. Mehr als 100 Schulleiter und Lehrer sowie Vertreter der mittelständischen Ausbildung, der außerschulischen Bildung, der Elternräte, der Autonomen Hochschule, des Arbeitsamtes und der Wirtschaft nahmen teil. Die Schlüsselakteure der Bildungsregion kamen bei einem Rundtischgespräch zu Wort, um die Umfrageergebnisse zu interpretieren.

August – September 2019 – breit angelegte Online-Umfrage

Vom 27. August bis zum 22. September war die breite Bevölkerung dazu aufgerufen, in einer anonymisierten Online-Umfrage ihre Meinung zum aktuellen Bildungssystem kundzutun. Rund 3.500 Schüler, Auszubildende, Studenten, Eltern, Lehrer, Unternehmer und Vertreter der organisierten Zivilgesellschaft füllten den umfangreichen Fragebogen aus. In allen relevanten Zielgruppen konnte Repräsentativität erreicht werden.

Mai – Juli 2019 - Thesenpapier zum Bildungssystem

Zu Beginn der Diagnosephase erfolgten eine intensive Analyse von regionalspezifischen Dokumenten und Vergleichsstudien sowie Experten-Interviews mit den Schüsselakteuren der Bildungsregion. Die Erkenntnisse bildeten die Grundlage, ein Thesenpapier zu formulieren. Dieses vermittelte die inhaltliche Orientierung, um den Fragebogen für eine breitangelegte Online-Umfrage zu erstellen. Diese lief Ende August.

April 2019 - Auftakt der Diagnosephase

Im Frühjahr 2019 beauftragte die Regierung die VDI Technologiezentrum GmbH (VDI TZ) aus Düsseldorf damit, eine Diagnose des Bildungssystems in Ostbelgien durchzuführen. Diese Bestandsaufnahme stellt die erste von drei Phasen dar, um eine Gesamtvision für das Bildungswesen zu entwickeln und durchzuführen. Besonders wichtig ist, die Bildungsakteure und den Bürger in allen Phasen besondere Bedeutung intensiv einzubinden.