Meinungsbild zur Schule als Arbeitsort

Im Themenfeld „Schule als Arbeitsort“ wurden im Dialog mit den Akteuren folgende Handlungsbedarfe identifiziert und Handlungsoptionen erarbeitet:

  • Die Aus- und Weiterbildung des Lehrpersonals sollte die Pädagogen umfangreicher und praktischer auf die Herausforderungen im heutigen Schulalltag vorbereiten, damit sie ihrem Bildungs- und Erziehungsauftrag besser gerecht werden können. Dies kann unter anderem über eine Verlängerung der akademischen Ausbildung erreicht werden.
  • Mehrere Aspekte des Dienstrechts erscheinen nicht mehr zeitgemäß – etwa die Verbeamtung, befristete Verträge oder die nicht vorhandene Übertragbarkeit der Diensttage der Personalmitglieder zwischen verschiedenen Schulträgern. Bestehende Strukturen sollten überdacht und vereinfacht werden, um die Attraktivität des Lehrerberufs zu stärken. Dadurch könnten mehr Studierende und qualifizierte Berufseinsteiger sowie Quereinsteiger für den Lehrerberuf gewonnen werden.
  • Die Arbeitszeit von Lehrkräften muss neu geregelt werden. Ein neues Konzept (Übergang von Stundendeputaten zu Jahresarbeitszeit-Konzepten) könnte mehr Flexibilität und Raum für mehr Teamarbeit schaffen sowie die Wertschätzung für den Beruf steigern.
  • Teamarbeit und kollegialer Austausch sollten vermehrt den Arbeitsalltag des Lehrpersonals prägen und könnten den Schulentwicklungsprozess fördern sowie den Schulalltag des Lehrpersonals erleichtern. Lehrer sollten besser als bisher hierfür, etwa durch ein Coaching, vorbereitet werden.
  • Berufseinsteiger benötigen mehr Unterstützung, etwa durch ein Mentoring-Programm. Auch die bessere Integration von Quereinsteigern, beispielsweise durch die engere Begleitung in pädagogischen Fragestellungen, steht in der Diskussion.