Meinungsbild zu den Rahmenplänen

Mit Blick auf das Thema „Rahmenpläne“ ergab der Dialogprozess ein differenziertes Meinungsbild. Die Rahmenpläne haben den Weg für einen kompetenzorientierten Unterricht bereitet. Gerade Berufseinsteiger nehmen sie als sehr hilfreich wahr.

Dennoch empfindet das Lehrpersonal die Rahmenpläne oftmals zugleich als zu umfangreich und zu unkonkret. Diese Wahrnehmung hat damit zu tun, dass es zahlreiche Unsicherheiten im Umgang mit den Rahmenplänen gibt. Insofern wurden folgende Handlungsfelder ausgemacht:

  • Zunächst sollten bestehende Unklarheiten geklärt werden. Hierzu sind ein intensiver Austausch zwischen dem Ministerium und den Schulträgern sowie konkrete Umsetzungsempfehlungen erforderlich.
  • Es zeigt sich auch, dass verschiedene Gruppen des Lehrpersonals die Rahmenpläne unterschiedlich bewerten. Besonders schwer tun sich die Lehrer an den Förderschulen, die sich eine differenziertere Darstellung der Kompetenzerwartungen wünschen. Es sollte geprüft werden, ob und in welcher Weise eine solche differenzierte Betrachtung sinnvoll ist.
  • Vor allem die älteren Rahmenpläne sollten auf ihre Aktualität und Relevanz hin überprüft werden. Es ist ferner zu diskutieren, ob und in welcher Weise Rahmenpläne fächerübergreifende Kompetenzen adressieren sollen. Es wird zum einen die Befürchtung geäußert, dass weitere Rahmenpläne die Freiheitsgrade der Lehrer weiter einschränken, zum anderen erwarten viele Lehrer gerade mit Blick auf die Vermittlung fächerübergreifender Kompetenzen bessere Unterstützung, etwa durch konkrete Beispiele, wie die fächerübergreifenden Kompetenzen vermittelt werden können sowie durch die Bereitstellung von entsprechenden Materialien.