Auf dem Weg zur Entwicklung einer Gesamtvision

Das Bildungswesen in Ostbelgien verfügt über erhebliche Stärken, steht jedoch auch vor großen Herausforderungen, das bestätigt die erste Bestandsaufnahme. Eine Gesamtvision zu entwickeln, zielt darauf ab, die Qualität der Bildungsangebote zu verbessern und die Bildungsgerechtigkeit in Ostbelgien nachhaltig zu gewährleisten.

Der Entwicklungsprozess dieser Gesamtvision, der eine aktive Mitwirkung der Bildungsakteure und der interessierten Bürger umfasst, startete im April 2019 und läuft bis 2022. Hier erfahren Sie,

  • welche Etappen bereits erreicht wurden,
  • welche Initiativen aktuell laufen
  • und welche Entwicklungsphasen noch bevorstehen.

Bei der Entwicklung einer Gesamtvision für das Bildungswesen in Ostbelgien stehen folgende Kernfragen im Fokus:

  • Vor welchen Herausforderungen steht das Bildungssystem in der Deutschsprachigen Gemeinschaft und mit ihm die Gesellschaft in Ostbelgien?
  • Welche Stärken und Schwächen sind derzeit im ostbelgischen Bildungswesen zu erkennen?
  • Welchen Anforderungen muss ein modernes Bildungssystem gerecht werden?
  • Auf welchen Werten beruht das ostbelgische Bildungswesen?

Aktuell

Dezember 2019 – Februar 2020 – Ergebnisbericht zur ersten Bestandsaufnahme

Der Beteiligungsprozess der Diagnosephase hat ein repräsentatives Meinungsbild zum Bildungssystems in Ostbelgien gezeichnet. Alle Ergebnisse sind in einen Ergebnisbericht eingeflossen, den das Expertenteam von VDI TZ erstellt hat.

An diese jetzt abgeschlossene erste Etappe der Diagnosephase schließt sich eine zweite Etappe an, für welche ein Auftrag beispielsweise an eine Organisation wie die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) vergeben werden soll. In Kooperation mit solch einem externen Experten soll herausgearbeitet werden, welche Lösungen andere Bildungsregionen umgesetzt haben, um die im Ergebnisbericht von VDI TZ formulierten Handlungsoptionen anzugehen.

Ausblick

1. Halbjahr 2020 - 1. Halbjahr 2021 - Entwicklung einer Gesamtvision

Die Ergebnisse der Diagnosephase bilden die Grundlage, um eine konsensfähige Gesamtvision zu entwickeln, wobei die Bildungsakteure eingebunden werdne. Die Vision wird Perspektiven für die kommenden 10 bis 15 Jahre aufzeigen, Prioritäten klären und eine zukunftsfähige Gestaltung des Bildungswesens in Ostbelgien ermöglichen.

1. Halbjahr 2021 - 1. Halbjahr 2022 - Erarbeitung eines Umsetzungsplans

In einem Umsetzungsplan werden die einzelnen Etappen festgelegt, um die Vision zu verwirklichen. Um den Umsetzungsplan zu erstellen, werden Bildungsakteure und Bürger aktiv eingebunden.

Rückblick

Dezember 2019 - Zukunftsforen Bildung

In zwei öffentlichen Zukunftsforen diskutierten rund 150 interessierte Bürger mit dem Bildungsminister und Vertretern von Bildungseinrichtungen die Zwischenergebnisse der Diagnosephase. In Form einer Posterausstellung wurden die einzelnen Etappen und Ergebnisse in kompakter Form der Öffentlichkeit präsentiert.

Oktober – November 2019 – Diskussionsforen und Rundtischgespräch

Bei vier lokalen Diskussionsforen wurden die Zwischenergebnisse der Online-Befragung vorgestellt und diskutiert. Rund 110 Schulleiter und Lehrer sowie Vertreter der mittelständischen Ausbildung, der außerschulischen Bildung, der Elternräte, der Autonomen Hochschule, des Arbeitsamtes und der Wirtschaft nahmen teil. Die Schlüsselakteure der Bildungsregion wurden bei einem Rundtischgespräch aktiv in die Interpretation der Zwischenergebnisse eingebunden und gaben hierzu Statements ab.

August – September 2019 – Breitangelegte Online-Umfrage

Vom 27. August bis zum 22. September war die breite Bevölkerung dazu aufgerufen, in einer anonymen Online-Umfrage ihre Meinung zum aktuellen Bildungssystem kundzutun und Anregungen für die Zukunft zu geben. 3.480 Schüler, Auszubildende, Studenten, Eltern, Lehrer, Unternehmer und Vertreter der organisierten Zivilgesellschaft füllten den umfangreichen Fragebogen aus. In allen relevanten Zielgruppen konnte Repräsentativität erreicht werden, so dass ein realistisches Meinungsbild gezeichnet werden konnte.

Mai – Juli 2019 – Experten-Interviews und Thesenpapier

Zu Beginn der Diagnosephase erfolgte durch VDI TZ eine intensive Analyse von Studien und Dokumenten sowie eine Reihe von Experten-Interviews mit den Schüsselakteuren der Bildungsregion. Die Erkenntnisse bildeten die Grundlage für die Formulierung eines Thesenpapiers. Das Thesenpapier bildete die inhaltliche Grundlage, um den Fragebogen für eine breitangelegte Online-Umfrage zu erstellen, die ab Ende August lief.

April 2019 - Auftakt der Diagnosephase

Im April 2019 beauftragte die Regierung die VDI Technologiezentrum GmbH (VDI TZ) aus Düsseldorf mit der Erstellung einer Diagnose des Bildungssystems in Ostbelgien. Im Mittelpunkt dieser Bestandsaufnahme stand die Erhebung eines Meinungsbildes zum aktuellen Bildungssystem. Die Diagnose stellt die erste von drei Phasen zur Entwicklung einer Gesamtvision dar. Die intensive Einbindung der Bildungsakteure und der Bürger in allen Phasen wird hierbei besondere Bedeutung beigemessen.